AKBB - Aktion Knochenmarkspende Brandenburg - Berlin e.V.    
     
 
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Information zur Knochenmark- und Stammzell-Spende

- Warum spenden
- Typisierung
- Spende von Blutstammzellen
- Knochenmarkspende
- Einverständniserklärung

Warum spenden: Zum Seitenanfang

Zahlreiche Patienten benötigen eine Spende von Blutstammzellen bzw. Knochenmark, um geheilt werden zu können. Die Erfolgsrate einer solchen Übertragung ist u. a. vom klinischen Zustand des Patienten und von einer möglichst frühzeitigen Durchführung der Transplantation abhängig. Das setzt voraus, daß eine ausreichend große Anzahl freiwilliger Spender getestet werden.

Typisierung: Zum Seitenanfang

Durch die hohe Zahl verschiedener Gewebemerkmalskombinationen sowie regional unterschiedlicher Merkmalshäufigkeiten ist eine umfangreiche regionale Datei wichtig. Die Gewebemerkmale werden über Blutuntersuchungen (Typisierungen) festgestellt.

Eignungskriterien für die Aufnahme in die Knochenspender-Datei: Zum Seitenanfang

1. Alter: 18 bis höchstens 55 Jahre

2. Blutstammzellspender müssen grundsätzlich gesund sein (wie bei der Blutspende). Der zukünftige Spender darf folgende Krankheiten nicht durchgemacht haben bzw. nicht an diesen z.Z. erkrankt sein: Chronische Erkrankungen von Herz, Kreislauf, Lunge, Blut, Lymphsystem, Nieren, Haut (einschl. schwere Allergien), Nervensystem (einschl. Epilepsie), Zuckerkrankheit, Krebs, ansteckende Gelbsucht, Malaria, Tuberkulose, nicht ausgeheilte Geschlechtskrankheiten ( z.B. Syphilis) und darf auf keinen Fall AIDS-infiziert sein.
Er darf nicht zu dem Personenkreis gehören oder Kontakt zu Personen aus diesem Personenkreis haben, die an einem erhöhten Infektionsrisiko für Hepatitis (Gelbsucht) oder eine HIV-Infektion aufweisen (Drogenabhängige, Homosexuelle, Strafgefangene).
Wenn Sie zurzeit schwanger sind, kommt eine Spende erst 6 Monate nach der Entbindung in Frage.
Selbstverständlich können Sie sich jetzt schon typisieren lassen.

Sollten Sie noch Fragen zur Spende von Blutstammzellen oder Knochenmark haben, wenden Sie sich bitte an uns.

Informationen für Spender zur Gewinnung von peripheren Blutstammzellen: Zum Seitenanfang

Früher wurde zur Gewinnung der blutbildenden Zellen immer Knochenmark entnommen; ein operativer Eingriff, der eine Vollnarkose erfordert. Heutzutage weiß man, dass es ausreicht, eine bestimmte Sorte von Blutkörperchen (Stammzellen) aus dem Blut zu gewinnen.

Es wird dabei folgendermaßen vorgegangen:
Sie werden vorher gründlich internistisch untersucht, um zu prüfen, dass Sie durch die Prozedur keinen Schaden nehmen und dass man Ihre Blutzellen gefahrlos auf den Patienten übertragen kann. Um die Sammlung von ausreichend vielen Blutstammzellen zu ermöglichen, erhalten Sie vor der Spende für fünf aufeinanderfolgende Tage zweimal täglich eine kleine Spritze mit dem Medikament Neupogen ® unter die Haut.

Dadurch steigt die Anzahl sowohl der reifen Leukozyten als auch deren Vorläufer, der Stammzellen vorübergehend in Ihrem Blut an, so dass ausreichend Zellen gesammelt werden können.
Sie spenden dann in der Regel an einem, gelegentlich zwei aufeinanderfolgenden Tagen Blut über eine Nadel und einen Schlauch, der in eine Maschine mündet.

Dort werden die gewünschten Blutstammzellen separiert, den Rest des Blutes erhalten Sie über einen zweiten Schlauch sofort zurück.

Diese Sammlung dauert jeweils 2-4 Stunden. Über die Durchführung der Vorgänge werden Sie ausführlich von den Kollegen der Blutbank aufgeklärt. Nach der Stammzellsammlung kann sich der Spender vorübergehend etwas schlapp und müde fühlen.

Informationen zur Knochenmarkspende: Zum Seitenanfang

Wichtig: Knochenmark ist kein Rückenmark! Knochenmark ist blutbildendes Gewebe und verantwortlich für die Bildung

- der roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff transportieren,
- der Blutplättchen, die die Gerinnung des Blutes bewirken,
- sowie der weißen Blutkörperchen, die für die Funktion des   Immunsystems erforderlich sind.

Das Knochenmark befindet sich im Knochengerüst und muß von hier durch mehrere Einstiche mit Nadel und Spritze angesaugt werden. In der Regel wird es von der rechten und linken Beckenschaufel entnommen. Um Schmerzen hierbei auszuschalten, wird die Knochenmarkgewinnung in Vollnarkose durchgeführt. Es werden ca. 1000 ml Knochenmark-Blutgemisch aus dem Beckenknochen entzogen. Ein gesunder Organismus gleicht diesen Verlust (ungefähr 1/10 seines Knochenmarks) in kurzer Zeit (2-3 Wochen) aus.

Wenn eine Knochenmarkspende nötig ist, werden gewebeverträgliche Personen noch vor der Entscheidung, Knochenmark zu entnehmen, eingehend auf ihre Gesundheit ärztlich untersucht. Durch die Knochenmarkentnahme kann ein lokaler, über mehrere Tage anhaltender Wundschmerz entstehen. 1-2 Wochen vor der Transplantation wird dem Spender eine Eigenblutkonserve entnommen, um den akuten Blutverlust auszugleichen.

Die Knochenmarkentnahme wird in der Regel im regionalen Knochenmarktransplantationszentrum vorgenommen. Der Klinikaufenthalt dauert 3 Tage.

Zur Narkose: Zum Seitenanfang

Das Narkoserisiko wird heute von Narkoseärzten bei Patienten mit 1:50.000 angegeben und ist bei gesunden Personen sicherlich geringer.

Absicherung des Spenders: Zum Seitenanfang

Sämtliche Ausgaben des Spenders, einschließlich Lohn- bzw. Einkommensausfall, werden selbstverständlich ersetzt. Für die Spende selbst erfolgt keine Vergütung. Der Spender ist automatisch durch unseren Verein bei der gesetzlich vorgeschriebenen Unfallversicherung versichert.

Zur Einverständniserklärung: Zum Seitenanfang

Sie erklären mit Ihrer Unterschrift Ihre Bereitschaft: zu einer weiteren Blutuntersuchung, wenn ein Patient mit Ihren Merkmalen übereinstimmt, zur Weitergabe Ihrer Daten an andere nationale und internationale spendervermittelnde Dateien (die Datei der AKBB ist mit dem Zentralen Knochenmarkspenderregister Deutschlands, ZKRD, verbunden).

Das Einverständnis kann jederzeit ohne Angabe von Gründen zurückgezogen werden. Eine zustimmende Antwort Ihrerseits bedeutet für Sie nicht, daß Sie sich ab sofort auf eine Knochenmark- / Stammzell-Spende einzurichten haben. Nach bisherigen Erfahrungen tritt dieser Fall höchstens bei ca. 1 von 100 bereitwilligen Spenders innerhalb der nächsten 5-10 Jahre ein.

Nach unseren jetzigen Erfahrungen stellt sich eine tatsächliche Gewebemerkmalgleichheit zwischen vortypisierten Spendern und Patienten nur bei 30% der untersuchten Empfänger-Spender-Paare ein.

Wichtig: Bitte teilen Sie uns unbedingt mit, wenn sich Ihre Anschrift bzw. Telefonnummer ändert.

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AKTION KNOCHENMARKSPENDE BRANDENBURG-BERLIN e. V.