Information zur Knochenmark- und Stammzell-Spende
- Warum spenden
- Typisierung
- Spende von Blutstammzellen
- Knochenmarkspende
- Einverständniserklärung
Zahlreiche Patienten benötigen eine Spende von Blutstammzellen bzw. Knochenmark, um geheilt werden zu können. Die Erfolgsrate
einer solchen Übertragung ist u. a. vom klinischen Zustand
des Patienten und von einer möglichst frühzeitigen Durchführung
der Transplantation abhängig. Das setzt voraus, daß eine
ausreichend große Anzahl freiwilliger Spender getestet werden.
Durch die hohe Zahl verschiedener Gewebemerkmalskombinationen
sowie regional unterschiedlicher Merkmalshäufigkeiten ist eine
umfangreiche regionale Datei wichtig. Die Gewebemerkmale werden
über Blutuntersuchungen (Typisierungen) festgestellt.
| Eignungskriterien für die Aufnahme in die Knochenspender-Datei: |
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1. Alter: 18 bis höchstens 55 Jahre
2. Blutstammzellspender müssen grundsätzlich gesund sein (wie bei der Blutspende). Der zukünftige Spender darf folgende Krankheiten nicht durchgemacht haben bzw. nicht an diesen z.Z. erkrankt sein: Chronische Erkrankungen von Herz, Kreislauf, Lunge, Blut, Lymphsystem, Nieren, Haut (einschl. schwere Allergien), Nervensystem (einschl. Epilepsie), Zuckerkrankheit, Krebs, ansteckende Gelbsucht, Malaria, Tuberkulose, nicht ausgeheilte Geschlechtskrankheiten ( z.B. Syphilis) und darf auf keinen Fall AIDS-infiziert sein.
Er darf nicht zu dem Personenkreis gehören oder Kontakt zu Personen aus diesem Personenkreis haben, die an einem erhöhten Infektionsrisiko für Hepatitis (Gelbsucht) oder eine HIV-Infektion aufweisen (Drogenabhängige, Homosexuelle, Strafgefangene).
Wenn Sie zurzeit schwanger sind, kommt eine Spende erst 6 Monate nach der Entbindung in Frage.
Selbstverständlich können Sie sich jetzt schon typisieren lassen.
Sollten Sie noch Fragen zur Spende von Blutstammzellen oder Knochenmark haben, wenden Sie sich bitte an uns.
Früher wurde zur Gewinnung der blutbildenden Zellen immer
Knochenmark entnommen; ein operativer Eingriff, der eine Vollnarkose
erfordert. Heutzutage weiß man, dass es ausreicht, eine bestimmte
Sorte von Blutkörperchen (Stammzellen) aus dem Blut zu gewinnen.
Es wird dabei folgendermaßen vorgegangen:
Sie werden vorher gründlich internistisch untersucht, um zu
prüfen, dass Sie durch die Prozedur keinen Schaden nehmen und
dass man Ihre Blutzellen gefahrlos auf den Patienten übertragen
kann. Um die Sammlung von ausreichend vielen Blutstammzellen zu
ermöglichen, erhalten Sie vor der Spende für fünf
aufeinanderfolgende Tage zweimal täglich eine kleine Spritze
mit dem Medikament Neupogen ® unter die Haut.
Dadurch steigt die Anzahl sowohl der reifen Leukozyten als auch
deren Vorläufer, der Stammzellen vorübergehend in Ihrem
Blut an, so dass ausreichend Zellen gesammelt werden können.
Sie spenden dann in der Regel an einem, gelegentlich zwei aufeinanderfolgenden
Tagen Blut über eine Nadel und einen Schlauch, der in eine
Maschine mündet.
Dort werden die gewünschten Blutstammzellen separiert, den
Rest des Blutes erhalten Sie über einen zweiten Schlauch sofort
zurück.
Diese Sammlung dauert jeweils 2-4 Stunden. Über die Durchführung
der Vorgänge werden Sie ausführlich von den Kollegen der
Blutbank aufgeklärt. Nach der Stammzellsammlung kann sich der
Spender vorübergehend etwas schlapp und müde fühlen.
Wichtig: Knochenmark ist kein Rückenmark! Knochenmark
ist blutbildendes Gewebe und verantwortlich für die Bildung
- der roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff
transportieren,
- der Blutplättchen, die die Gerinnung des Blutes bewirken,
- sowie der weißen Blutkörperchen, die für die Funktion
des Immunsystems erforderlich sind.
Das Knochenmark befindet sich im Knochengerüst
und muß von hier durch mehrere Einstiche mit Nadel und Spritze
angesaugt werden. In der Regel wird es von der rechten und linken
Beckenschaufel entnommen. Um Schmerzen hierbei auszuschalten, wird
die Knochenmarkgewinnung in Vollnarkose durchgeführt. Es werden
ca. 1000 ml Knochenmark-Blutgemisch aus dem Beckenknochen entzogen.
Ein gesunder Organismus gleicht diesen Verlust (ungefähr 1/10
seines Knochenmarks) in kurzer Zeit (2-3 Wochen) aus.
Wenn eine Knochenmarkspende nötig ist, werden
gewebeverträgliche Personen noch vor der Entscheidung, Knochenmark
zu entnehmen, eingehend auf ihre Gesundheit ärztlich untersucht.
Durch die Knochenmarkentnahme kann ein lokaler, über mehrere
Tage anhaltender Wundschmerz entstehen. 1-2 Wochen vor der Transplantation
wird dem Spender eine Eigenblutkonserve entnommen, um den akuten
Blutverlust auszugleichen.
Die Knochenmarkentnahme wird in der Regel im regionalen
Knochenmarktransplantationszentrum vorgenommen. Der Klinikaufenthalt
dauert 3 Tage.
Das Narkoserisiko wird heute von Narkoseärzten
bei Patienten mit 1:50.000 angegeben und ist bei gesunden Personen
sicherlich geringer.
Sämtliche Ausgaben des Spenders, einschließlich
Lohn- bzw. Einkommensausfall, werden selbstverständlich ersetzt.
Für die Spende selbst erfolgt keine Vergütung. Der Spender
ist automatisch durch unseren Verein bei der gesetzlich vorgeschriebenen
Unfallversicherung versichert.
Sie erklären mit Ihrer Unterschrift Ihre Bereitschaft:
zu einer weiteren Blutuntersuchung, wenn ein Patient mit Ihren Merkmalen
übereinstimmt, zur Weitergabe Ihrer Daten an andere nationale
und internationale spendervermittelnde Dateien (die Datei der AKBB
ist mit dem Zentralen Knochenmarkspenderregister Deutschlands, ZKRD,
verbunden).
Das Einverständnis kann jederzeit ohne Angabe
von Gründen zurückgezogen werden. Eine zustimmende Antwort
Ihrerseits bedeutet für Sie nicht, daß Sie sich ab sofort
auf eine Knochenmark- / Stammzell-Spende einzurichten haben. Nach
bisherigen Erfahrungen tritt dieser Fall höchstens bei ca.
1 von 100 bereitwilligen Spenders innerhalb der nächsten 5-10
Jahre ein.
Nach unseren jetzigen Erfahrungen stellt sich eine
tatsächliche Gewebemerkmalgleichheit zwischen vortypisierten
Spendern und Patienten nur bei 30% der untersuchten Empfänger-Spender-Paare
ein.
Wichtig: Bitte teilen Sie uns unbedingt mit, wenn sich Ihre
Anschrift bzw. Telefonnummer ändert.
Spender werden Zur
Einverständnisserklärung
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